Museum der Oberzent

Kategorie: Heimat / Regionales
Mittelalter/ Neuzeit

Das im historischen Stadtkern neben dem „Zwölfröhrenbrunnen“ gelegene „Museum der Oberzent“ ist in einem nach dem Stadtbrand von 1810 errichteten Haus untergebracht. Mit dem Begriff „Zent“ wurden seit dem Mittelalter herrschaftlich organisierte Gerichts- und Amtsbezirke bezeichnet, zu denen eine größere Anzahl (ursprünglich wohl 100) Dörfer und Weiler gehörten.

Das Museum widmet sich der Stadt- und Regionalgeschichte sowie der ländlichen Alltagskultur. Im Eingangsbereich informiert eine Bilddokumentation über die sogenannte „Schellekattel“, mit der ab 1904 Personen (bis 1954) und Güter (bis 1964) auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Beerfelden und Hetzbach befördert wurden. Außerdem befindet sich im Erdgeschoss ein Kaufmannsladen, der das vielfältige Warenangebot der Zeit um 1900 präsentiert. Eine kleine Küche „einfacher Leute“ ist mit Mobiliar und Gebrauchsgegenständen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgestattet.

Eine nachgestellte Schusterwerkstatt erinnert an die Bedeutung und Nutzung von Lederschuhen, die früher vor allem auf dem Feld und im Wald getragen wurden, während im häuslichen Bereich Holz- oder Strohpantinen ausreichten. Im Obergeschoss sind Werkzeuge und Erzeugnisse einer Sattlerwerkstatt zu besichtigen. Die ebenfalls hier ausgestellten Trachten vermitteln Einblicke in die historischen Kleidungsformen in der Region. In einem weiteren Raum werden die Nebenerwerbstätigkeiten der ländlichen Bevölkerung sowie die Textilherstellung veranschaulicht. In den Kellerräumen kann sich der Besucher über die Verarbeitung, Konservierung und Lagerung von Lebensmitteln in vergangenen Zeiten informieren.

Öffnungszeiten

01.Mai bis 31.Oktober: Donnerstags: 14:00 bis 16:00 Uhr
Sonntags: 14:00 bis 17:00 Uhr
Gesonderte Führungen nach telefonischer Voranmeldung

Service

Adresse

Museum der Oberzent

Brunnengasse 22
64760 Oberzent
Telefon
06068-930320
Fax
06068-3529
E-Mail
info@beerfelder-land.eu
Internet
www.beerfelden.de
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