Ehemalige Synagoge

Kategorie: Heimat / Regionales

Die Michelstädter Synagoge ist eines der ganz wenigen jüdischen Gotteshäuser, das in Südhessen nach der nationalsozialistischen Judenverfolgung erhalten geblieben ist. In der Pogromnacht im November 1938 wurde der Innenraum völlig verwüstet. Das Bauwerk selbst blieb unversehrt. In den Nachkriegsjahren wurde die Synagoge renoviert, aber nicht mehr für gottesdienstliche Zwecke genutzt. In den wiederhergestellten Räumen wurde das Jüdische Museum eingerichtet. Das Museum trägt den Namen des Landesrabbiners Dr. I. E. Lichtigfeld. Er stand den Jüdischen Gemeinden des Landes Hessen von 1954 bis 1967 als religiöses Oberhaupt vor. Ausgestellt sind Kultgegenstände, Archivalien und Fotoreproduktionen, welche an die früheren jüdischen Mitbürger erinnern. Die Sammlung gibt einen Einblick in die religiösen, sozialen und politischen Verhältnisse der Odenwälder Juden der vergangenen Jahrhunderte. Im Jahr 2005 spendete der Landesrabbiner Dr. Salomon Almekias-Siegl großzügig eine Thorarolle. Seitdem feiert die  jüdische Gemeinde von Michelstadt auch wieder Gottesdienst in der Synagoge.

Öffnungszeiten

Sonntag bis Donnerstag: 14.30 bis 17.30 Uhr
Zwei Wochen vor Ostern bis Ende Oktober, November bis März zeitweise geöffnet.
Freitag, Samstag und an jüdischen Feiertagen geschlossen.

Außerhalb der Öffnungszeiten ist es möglich mit Annemarie Volkmer
(Tel. 06061-922102) einen Termin zu vereinbaren.

Service

Adresse

Ehemalige Synagoge

Mauerstraße 19
64720 Michelstadt
Telefon
06061-97941-20
Fax
E-Mail
Internet
www.michelstadt.de
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